Unfallstelle

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An der Unfallstelle (Kfz-Schadenfall)

Ein Kfz-Unfall kann jeden betreffen und kündigt sich nicht vorher an. Daher sollte man immer darauf vorbereitet sein. Im besten Fall hilft man anderen. Man darf aber nie vergessen, dass man auch mal auf die Hilfe anderer angewiesen sein kann. Daher sollte man immer darauf vorbereitet sein und vor allen Dingen

.....Ruhe bewahren.....

Was Sie immer dabei haben sollten!
  - Warndreieck - Warnlampe - Sicherheitsweste (Warnweste) - Schutzhandschuhe (im Verbandkasten) bei erster Hilfe. - ebenso Kreide ins Fahrzeug legen (greifbar, zum Markieren) - Fotoapparat, ggf. Handycamera (zur Beweissicherung) - den Feuerlöscher nicht vergessen
Da einiges Zubehör im Fahrzeug Pflicht ist (- Warndreieck,- Warnlampe,- Sicherheitsweste (Warnweste),- Schutzhandschuhe (im Verbandkasten) bei erster Hilfe., kann es sogar passieren, dass Sie mit Ihrem Fahrzeug nicht die nächste Hauptuntersuchung  bestehen und wiederkommen dürfen, wenn Sie diese Sachen nicht im Fahrzeug haben.
Am besten ist natürlich, wenn sich gleich mehrere Personen um die Sicherungen an einer Unfallstelle kümmern können. In den nachfolgenden Anmerkungen wird davon ausgegangen, dass sich nur eine Person mit den Regelungen an der Unfallstelle befassen kann.
Hier einige grundsätzliche Verhaltensregeln (Reihenfolge nach Dringlichkeit):

a.)Schalten Sie als allererstes die Warnblinkanlage ein!

 

b.) Unfallstelle nicht verlassen


Sollte einmal ein Verkehrsunfall passieren, egal ob unverschuldet oder verschuldet, verlassen Sie nicht den Unfallort. Man kann Sie wegen Fahrerflucht (ggf. unterlassener Hilfeleistung) belangen, d.h. man macht sich strafbar.
Dies gilt ebenso für andere Personen, die sich an der Unfallstelle befinden. Auch diese Personen können sich ggf. wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar machen.
c.) Personen verletzt











Das Absichern der Unfallstelle ist ein sehr wichtiger Aspekt, jedoch geht Hilfe bei Personenschäden absolut vor. Sind Personen verletzt oder im Fahrzeug eingeklemmt, ist dringende Notfallhilfe angesagt! Bei einer verletzten Person ist diese vorab zu Untersuchen (Knochenbrüche, stark blutende Wunden). Besteht auch nur  der Verdachtsanschein  von inneren Verletzungen oder Verletzungen am Hals oder an der Wirbelsäule  (Bereich), ist Vorsicht geboten, denn hier kann durch kleinste Bewegungen mehr Schaden angerichtet werden, als Hilfe geleistet. Blutungen müssen weitgehend gestillt  (Verbluten verhindern) werden. Ist eine Person (oder mehrere) in einem Fahrzeug eingeklemmt und es besteht die Gefahr, dass das Fahrzeug brennen könnte, befreien Sie diese Person (Personen) aus dem Fahrzeug, soweit möglicht. In der kalten Jahreszeit verletzte Personen zudecken (soweit möglich).
Keine Angst, so schnell brennt ein Fahrzeug nicht. Die meisten Teile eines Fahrzeug unterliegen der Brandschutzverordnung und müssen schwer Entflammbar sein. Sehr oft wird auch austretender Wasserdampf mit Benzindampf (Dieseldampf) verwechselt. Die eigene Nase hilft zu unterscheiden. Zudem sind bei den heutigen Fahrzeugen die Kraftstoffbehälter so angebracht, dass sie durch einen normalen Aufprall nicht beschädigt werden.
Benachrichtigen Sie zudem umgehend einen Rettungswagen (112) und die Polizei (110) bei Personenschäden (je schneller, desto besser).
Die betreffende Stelle soll Sie befragen, was sie wissen möchte (und Ruhe bewahren)!
d.) Unfallstelle absichern Hierzu benötigen Sie die Warnweste, das Warndreieck sowie die Warnlampe (Signallampe). Die Batterien der Warnlampe entladen sich mit der Zeit. Es wäre daher sinnvoll, die Warnlampe ab und zu auf Funktion zu prüfen und ggf. Ersatzbatterien dabei zu haben. Ziehen Sie (zu Ihrer eigenen Sicherheit)  zuerst die Warnweste an (wenn Sie vom nachfolgenden Verkehr nicht gut gesehen werden - gerade im Dunkeln - werden Sie dann möglicherweise selber überfahren). Nehmen Sie dann Warndreieck und Warnlampe zur Hand und stellen die Warnhinweise ca. 100 m (auf Autobahnen ca. 150 m) vor der Unfallstelle auf. Ereignete sich der Unfallschaden hinter einer unübersichtlichen Kurve, so stellen Sie die Warnhinweise vor der Kurve (vor der Unfallstelle) auf. Sollte die Unfallstelle eine starke Gefährdung anderer Verkehrsteinehmer darstellen, so rufen Sie auch die Polizei zur Hilfe. Wird die Unfallstelle nicht abgesichert, droht ein Verwarnungsgeld von etwa 35 Euro. Wenn die Unfallstelle nicht abgesichert ist und es passiert dadurch ein weiterer Unfall - mit Personenschaden - kann Ihnen ein Verfahren (möglicherweise wegen fahrlässiger Körperverletzung oder fahrlässiger Tötung) drohen.
e.) Beweissicherung Es ist zwar Ehrenhaft, durch Beiseitestellen der Fahrzeuge den nachfolgenden Verkehr nicht zu behindern, dadurch kann die Beweislage (wer hat den Unfall letztlich verursacht) aber sehr erschwert werden. Hier ist es in jedem Fall sinnvoll, zuerst Fotos (z.B. Fotohandy) von der Unfallstelle zu machen (im Detail und Großräumig). Bei vorhandener Kreide markieren Sie dann den Stand der Fahrzeuge. Bei z.B. Autos die Stellung der Räder auf der Straße, bei Motorrädern den Umriss des gestürzten Motorrads auf der Straße. Selbst wenn der Verursacher seine Schuld an der Unfallstelle zugibt, heißt das nichts. Viele ändern ihre Meinung, wenn sie "eine Nacht" darüber geschlafen haben. Oft steht und fällt die Schuldfrage mir den (wenn) vorhandenen Zeugen. Sind insbesondere bei kleineren Schäden (bei großen Schäden besser die Polizei rufen) keine Zeugen vorhanden, rufen Sie zur Sicherheit die Polizei. Diese erstellt dann ein Unfallprotokoll und sagt dann notfalls auch als Zeuge aus. Da die Polizei nicht immer die Schuldfrage an der Unfallstelle regeln kann, landen viele Unfallereignisse vor Gericht.
Liegt ein klarer Sachschaden vor und die Schuldfrage ist "vor Ort" geregelt, steht im Polizeibericht oft "Bagatellschaden, keine weitere Bearbeitung". Hier wird der Verursacher mit seinem Fahrzeug meist auf Postion 1 geschrieben. Bei mehreren Fahrzeugen werden die Positionen nach der Rangfolge der Verursacher geschrieben. Sind sich die Fahrzeuglenker in der Schuldfrage uneinig, oder es ist ein Personenschaden entstanden, heißt es: "Unfallanzeige wird gefertigt bzw. geschrieben". In diesem Fall heißt es nichts, auf welche Position man eingetragen wurde (1.,2.,3.,) Es wird dorthin geschrieben, wo Platz ist.
Bei möglichen Zeugen gilt vor Gericht meistens: Je fremder der Zeuge, umso neutraler. D.h. ein Passant, der zufällig den Unfallherhang gesehen hat, ist neutraler und glaubwürdiger als ein Freund, der mit einem im Auto gesessen hat. Ein Zeuge sollte am besten nicht "verwandt oder verschwägert sein". Hier sieht das Gericht oft, dass eine Zeugenaussage "parteiisch" ist".
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Letzte Änderung am Freitag, 05 Oktober 2012 11:37
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