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In einem Kfz-Haftpflichtschadenfall kann die eigene Versicherung sowie die gegnerische Versicherung in einigen Fällen Leistungen (gezahlte Gelder) zurückfordern.


Hierzu zählen:

  Fahrerflucht: Wenn man als Unfallbeteidigter die Unfallstelle verläßt, wird dies meistens als Fahrerflucht gewertet. Die Selbstbeteidigung bei einem Schadenfall liegt dann bei 5000 Euro. Zudem ist dies eine Straftat, welche laut STGB § 142 mit einer Freiheitstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe geahndet wird.
  Trunkenheit (Alkohol) am Steuer: Ist man als Unfallbeteidigter betrunken, liegt die Selbstbeteidigung am verursachten Schaden bei 5000 Euro. Man ist einen Unfallschaden aber nicht grundsätzlich Schuld, weil man getrunken hat. Jedoch kann sich die Frage stellen, ob der Unfall im nüchternen Zustand vermeidbar gewesen wäre.
  Drogen am Steuer: Bei Drogen am Steuer verhält es sich ebenso wie bei Alkohol am Steuer. Die Einnahme von Tabletten kann hier schon ausreichen. Steht man als Unfallbeteidigter unter Drogeneinfluß, liegt die Selbstbeteidigung bei 5000 Euro. 
  unbefugte Nutzung: Bei unbefugter Nutzung eines Fahrzeugs gegen den Willen des Berechtigten liegt die Selbstbeteidigung bei einem Unfallschaden bei  5000 Euro. Dies wird laut STGB § 248b auch als Straftat geahndet. Selbst der Versuch ist strafbar. Diese Straftat wird jedoch nur auf Antrag verfolgt.
  Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit: Begeht man einen Unfallschaden vorsätzlich, ist die Versicherung von der Leistung frei. Ebenso verhält es sich bei grober Fahrlässigkeit.
  Fahren ohne Führerschein: Wird man beim Fahren eines Kraftfahrzeug in einen Unfall verwickelt und hat keinen Führerschein, braucht die Haftpflichtversicherung (je nach Vertrag) nicht zu bezahlen.
wenn sie davon erfährt.
Letzters kann schnell passieren! Es reicht schon eine Geschwindigkeitüberschreitung aus und Sie sind für einen Monat den Führerschein los. Viele kommen dann dennoch auf die Idee, ihr Fahrzeug kurzfristig zu nutzen. Dies hat dann schwerwiegende Folgen, wenn man in einen Unfallschaden verwickelt wird (ob Schuld oder nicht Schuld). Zum einen ist der Führerschein dann für lange Zeit weg, zum anderen braucht dann die Versicherung nicht zu zahlen (wenn sie davon erfährt).
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Punkte in Flensburg

Am 01.01.2010 waren in Deutschland etwa 8.964.000Personen im Verkehrszentralregister (VZR) registriert.
  Hiervon begangen Straftaten: 290.000 Personen
  Hiervon begangen Ordnungswidrigkeiten: 4.451.000 Personen
  Hiervon begangen Drogenverstöße: 191.000 Personen
  Hiervon begangen Unfallflucht: 32.999 Personen
Die häufigste Ordnungswidrigkeit waren Geschwindigkeitsüberschreitungen (Männer mit 2.267.000 Verstößen) (Frauen mit 619.000 Verstößen)
Quelle: KBA
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Die Versicherungen führen eine sogenannte (Warndatei) Hinweisdatei

Hier werden auffällige Personen und Totalschäden (Fahrzeuge) gespeichert. Die Erfahrung zeigt, dass aber auch kleinere Schäden an Fahrzeugen, von denen eine Versicherung Kenntnis erlangt hat, gespeichert werden, um Doppelabrechnungen zu vermeiden. Derzeit sind Daten von etwa 4 Millionen Personen und etwa 5 Millionen Fahrzeugen gespeichert. Die Daten werden etwa 5 Jahre gespeichert. Wird bei einem Fahrzeugschaden nicht der Nachweis der Reparatur erbracht, wird dieser Schaden als "nicht behoben" gesehen und gilt als Vorschaden. Dies käme einer Doppelabrechnung gleich. Beschädigte Fahrzeugteile, für die kein Reparaturnachweis erbracht wurde, werden aus einer Reparaturkalkulation heraus genommen.
Auch Juristisch gäbe es möglicherweise ein Problem: Bei der bewussten Abrechnung von nicht durch einen Unfallschaden beschädigten Fahrzeugteilen braucht die gegnerische Versicherung (je nach Fall) nicht zu haften.
Es ist daher immer ratsam,  ein erstelltes Schadengutachten oder Kostenvoranschlag zu prüfen, ob Positionen fehlen oder ob aufgeschriebene Positionen nicht zum eingetretenen Schaden gehören.

 

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Letzte Änderung am Sonntag, 04 November 2012 17:30
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