Schadstoffplakette

www.KfzHilfe.de

 

 

Umweltplakette (auch Feinstaubplakette/Schadstoffplakette genannt)

Inhaltsverzeichnis

Warum und Allgemeines

Laut EU-Richtlinie (1999/30/EU) und Bundesregierung wurden alle Städte und Gemeinden dazu angehalten, ab dem 01.03.2007 Umweltzonen für die Einhaltung strengerer Grenzwerte zu schaffen, um die Schadstoffbelastungen (in diesen und durch diese Zonen) zu vermindern. In eine Umweltzone dürfen nur Fahrzeuge hinein fahren, die mit einer der ausgeschilderten Schadstoffplakette gekennzeichnet und entsprechend Schadstoffarm sind. Selbst wenn Fahrzeuge Schadstoffarm sind, jedoch keine Schadstoffplakette haben, dürfen sie nicht in Umweltzonen hinein fahren. Der Erwerb einer Schadstoffplakette (Feinstaubplakette oder Umweltplakette) geschieht auf freiwilliger Basis. Es besteht kein Plakettenzwang, jedoch ist das Befahren einer Umweltzone ohne Plakette nicht erlaubt.
Das Umrüstenvon Dieselfahrzeugen wurde eine Zeit lang gefördert.

Diese sog. Umweltzonen sind durch ein Zeichen ausgeschildert, wobei das untere Schild angibt, welche Fahrzeuge (mit der entsprechenden Schadstoffplakette) diese Zone befahren dürfen.

Umweltzone

Der Beginn sowie das Ende einer Umweltzone sind gekennzeichnet mit den 2 nebenstehenden Verkehrszeichen Umweltzone Anfang/Ende

Das Befahren dieser Zonen ohne entsprechende Umweltplakette wird mit einem Bußgeld von 40 € und 1 Punkt(Eintrag im Verkehrszentralregister)  geahndet.

Es gibt 4 verschiedene Schadstoffgruppen:
1.) Schadstoffgruppe 1 (ohne Plakette) 2.) Schadstoffgruppe 2 (rote Plakette) 3.) Schadstoffgruppe 3 (gelbe Plakette) 4.) Schadstoffgruppe 4 (grüne Plakette) 
Schadstoffplaketten  width=
[zurück]

Gesundheitsgefahren durch Feinstaub

In zahlreichen Studien hat man herausgefunden, dass gerade bei feinen Feinstaubpartikeln (überwiegend von Dieselfahrzeugen)  die Zunahme von Asthma- und Lungenkrankheiten gefördert wird. Hier ist Lungenkrebs nicht ausgeschlossen. Die Zunahme von Herz- und Kreislauferkrankungen wird ebenso gefördert.
Der durch Verbrennungsprozesse entstehende Feinstaub (durch Haushalte, Verkehr sowie Industrie) kann insbesondere in Ballungsgebieten oder Gebieten mit unzureichenden Luftaustausch eine gesundheitsschädliche Konzentration bilden. Hier sind gerade ältere Menschen und Kinder betroffen. Um den Rußpartikelausstoß zu mindern wurden von der EU wie von der BundesregierungMaßnahmen zu Eindämmung des Rußpartikelausstoßes beschlossen.

[zurück]

Wer benötigt eine Schadstoffplakette

Keine Schadstoffplakette wird benötigt bei:
- Kraftfahrzeugen mit Sonderrechten (z.B. Polizei, Zoll, Feuerwehr) - Zwei und dreirädrige Kfz (z.B. Motorräder oder Trikes) - selbstfahrende Arbeitsmaschinen (nicht auf einem Lkw-Fahrgestell)    wie z.B Mähdrescher oder Bagger - Land- und forstliche Zugmaschinen (z.B Traktoren).
- für Fahrzeuge mit Ausfuhr- oder Kurzzeitkennzeichen ist bei Zulassung    eine Ausnahmegenehmigung (§ 70 STVO) zu beantragen, bevor man eine    solche Zone befährt.
Ob für Oldtimer eine Plakette benötigt wird, ist offen. Fest steht nur, dass die meisten Oldtimer keine Plakette bekommen würden, da es vor mehr als 30 Jahren noch nicht die heutigen Schadstoffregelungen gab.
Für Anwohner einer Umweltzone gibt es bisher keine feste Regelung, sie muss bei den jeweiligen Bezirksverwaltungen (z.B. Webseiten der Stadtverwaltung, Kreisverwaltung) erfragt werden.
Für ausländische Fahrzeuge gilt die Regelung ebenso. Sie benötigen auch eine Schadstoffplakette , um in eine Umweltzone einfahren zu können. Das Einrichten von Umweltzonen betrifft alle EU-Länder. Für Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen sind Nachweise über den Schadstoffausstoß aus dem Heimatland zu erbringen. Kann man die Nachweise nicht oder nur schwer erbringen, richtet sich die Schadstoffeinteilung nach der Erstzulassung des Fahrzeugs.
Bei Fahrzeugen (Lkw), die der Maut unterliegen,können die erforderlichen Nachweise zum Schadstoffausstoß der Lkw-Maut-Verordnung entnommen werden.

[zurück]

Umrüstmöglichkeiten

Es gibt beim Benziner sowie beim Diesel Umrüstmöglichkeiten.
Diese Umrüstmöglichkeiten sind in der Regel (bei Eintragung) mit dem Eintrag des Fahrzeugs in eine bessere Schadstoffgruppe verbunden.
Bei Benzinern kann man das Fahrzeug mit einem sogenannten Kaltlaufregler nachrüsten, was sich bei der Kfz-Steuer bemerkt macht.
Bei Dieselfahrzeugen wurde das Nachrüsten des Fahrzeugs mit einem Rußpartikelfilter mit einem Steueranreiz von 330 € schmackhaft gemacht. Dieser Betrag wurde dann mit der Kfz-Steuer verrechnet. Diese Förderung galt für Dieselfahrzeuge, die bis einschl. 2006 zugelassen wurden und galt zunächst bis Ende 2009.
Bitte beachten Sie, dass der Gesetzgeber Dieselfahrzeuge, die nicht mit einem Rußpartikelfilter nachgerüstet werden, mit einer zusätzlichen Kfz-Steuer  von 1,20 € per 100 cm3 belegt.
Fahrzeuge, die Serienmäßig mit einem Rußpartikelfilter ausgerüstet sind, wurden von einer Förderung ausgeschlossen.
Der größte Anreiz des Nachrüstensund dem damit (in der Regel) verbundenen Eintrag in eine bessere Schadstoffklasse ist wohl, vom Befahren von Umweltzonen nicht ausgeschlossen zu werden. Ebenso wäre das Erreichen eines höheren Wiederbeschaffungswertes oder ein besserer Steuersatz durch das mögliche Einstufen in eine bessere Schadstoffgruppe nicht zu verachten. Auch wenn alles zum Umweltschutz unternommen werden sollte - man denke an die späteren Generationen - , muß man sich die Frage stellen:    Rechnet sich ein Umrüsten? Diese Frage muß allerdings jeder für sich beantworten!

[zurück]

In welche Schadstoffgruppe ist mein Fahrzeug einzuordnen?

Die Ermittlung der Schadstoffgruppe eine Fahrzeugs erfolgt nach der Emissionsschlüsselnummer im Fahrzeugschein,
Da es mittlerweile 2 verschiedene Fahrzeugscheine gibt und Sie anhand der eingetragenen Emissionsschlüsselnummer im Fahrzeugschein erkennen können, welche Schadstoffplakette Ihrem Fahrzeug zusteht:
finden Sie im alten Fahrzeugschein (erstellt bis zum 30.09.2005) unter der Position "Schlüsselnummern (zu 1)", hier die letzten zwei Zahlen, die entsprechende Schadstoff-Schlüsselnummer.
Schlüsselnummer alt
im neuen Fahrzeugschein ( ab 01.10.2005) finden Sie die entsprechende Schadstoffklasse Ihres Fahrzeugs unter der Nr. 14.1 - auch hier die letzten zwei Zahlen des Eintrags - .
Schlüsselnummer neu


PM = Partikelminderungsstufe

Schadstofftabelle - Benzinfahrzeuge

Schadstoffgruppe Plakette Pkw und Wohn- mobile <2,8t alle anderen Fahrzeuge
Schadstoff gruppe 1 (PM1) Schlüsselnummer alt 0 - 13 15, 17 77, 88, 98  
Schadstoff gruppe 2  (PM2) Schlüsselnummer alt    
Schadstoff gruppe 3 (PM3) Schlüsselnummer alt    
Schadstoff gruppe 4 (PM4)  Schlüsselnummer alt 14, 16 18 - 70 71 - 75 30 - 55 60, 61

Schadstofftabelle - Dieselfahrzeuge (ohne Nachrüsten)

Schadstoffgruppe Plakette Pkw und Wohn- mobile <2,8t alle anderen Fahrzeuge
Schadstoff gruppe 1 (PM1) Schlüsselnummer alt 0 - 24 34, 40 77, 88, 98  
Schadstoff gruppe 2  (PM2) Schlüsselnummer alt 25 - 29 35, 41 71 20, 21 22, 33 43, 53 60, 61
Schadstoff gruppe 3 (PM3) Schlüsselnummer alt 30, 31 36, 37, 42 44 - 52 72 34, 44 54, 70 71
Schadstoff gruppe 4 (PM4) Schlüsselnummer alt 32, 33 38, 39, 43 53 - 70 73 - 75 35, 45, 55 80, 81, 83 84, 90, 91

Bitte beachten Sie, dass der Gesetzgeber Dieselfahrzeuge, die nicht mit einem Rußpartikelfilter nachgerüstet werden, mit einer zusätzlichen Kfz-Steuer  von 1,20 € per 100 cm3 belegt.
[zurück]

Visitors total3085093



In einer Spielstraße ist die
Höchstgeschwindigkeit 6 km/h (Schrittgeschwindigkeit)




Das Zusatzschild Mo-Fr in der Zeit
von 7 - 17 Uhr gilt auch an Feiertagen