Schadenmeldung

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Schadenmeldung

Wenn ein Fahrzeugschaden entstanden ist und der Schaden bei einer Versicherung geltend gemacht wird, ist von einem Haftpflichtschaden (Fremdverschulden) und einem Kaskoschaden (Eigenverschulden, Diebstahl, Brand etc.) zu unterscheiden. Während man bei einem Haftpflichtschaden die Regie selber übernehmen kann, hat bei einem Kaskoschadenfall die Versicherung das Weisungsrecht. Im Kaskoschadenfall daher nie ohne Rücksprache mit der Versicherung entscheiden!

 

  Inhaltsverzeichnis (Bitte auf das jeweilige Thema klicken)

Haftpflichtschaden

Man kann sich nicht davon freisprechen, einmal in einen unverschuldeten Unfall verwickelt zu werden. Hier ist das Deutsche Schadenrecht sehr großzügig, denn Sie können die Schadenregulierung weitgehend selber bestimmen. Da ein Unfallschaden nicht alle Tage passiert, fehlt einem Besitzer/Fahrzeughalter meist die Erfahrung in der Unfallregulierung. So tritt in den meisten Fällen ein Laie gegen einen Profi (Schadenbearbeiter) der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers an. Daher der dringende Rat: Nehmen Sie zur Regulierung Ihres Schadens einen Rechtsanwalt (Fachanwalt), dies wird eh von der gegn. Versicherung bezahlt. Dieser Anwalt kennt sich in solchen Sachen aus und kann Sie daher optimal vertreten.
Ist der unverschuldete Unfall in Deutschland passiert, werden folgende Kosten von der Haftpflichtversicherung des Verursachers erstattet:
    - Rechtsanwaltskosten - Personenschäden - Sachverständigenkosten - Schadenkosten des Fahrzeug - Wertminderung des Fahrzeug durch den Unfall - Leihwagenkosten   (oder Nutzungsausfallentschädigung) - Nebenkosten wie Nebenkostenpauschale (etwa 26 Euro), Abschleppkosten,   Standgebühren und ggf. Kosten der Vorfinanzierung der Reparaturkosten

In den meisten Fällen müssen Sie die entstehenden Schadenkosten nicht Vorfinanzieren. Sie können Gutachterkosten, Werkstattkosten oder Leihwagenkosten auch Abtreten.


- bitte jedoch nur in Höhe der entstehenden Kosten abtreten -
Diese Kosten werden von den Firmen dann direkt mit der gegn. Versicherung abgerechnet. Bei Beauftragung eines neutralen Sachverständigen nach Wahl (Sie haben das Recht dazu, ebenso werden die Kosten von der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers übernommen) findet meist die Wertminderung des Fahrzeug (durch den Unfall) Berücksichtigung. Ebenso hat ein solches Gutachten Beweissicherungsfunktion. Ein Versicherungsgutachter muß für seinen Arbeitgeber "wirtschaftlich" arbeiten.

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Kaskoschaden
In der Kaskoversicherung hat die der Versicherungsgeber (die Kaskoversicherung des Fahrzeug) laut § 7 (AKB) das Weisungsrecht, d.h., sie kann viele Vorgehensweisen bestimmen. Dies hängt von den vertraglichen Vereinbarungen ab, die mit dem Versicherungsgeber geschlossen wurden. Fällen Sie daher im Kaskoschadenfall keine Entscheidung ohne vorherige Rücksprache mit der Versicherung. Sollten Sie z.B. einen Kfz-Sachverständigen ohne vorherige Rücksprache mit der Versicherung beauftragen das Fahrzeug zu begutachten, bleiben Sie in den meisten Fällen auf den Kosten sitzen. Es kann auch passieren, dass das Gutachten nicht anerkannt wird.
Im Regelfall werden folgende Kosten von der Kaskoversicherung  nicht übernommen:
    - Sachverständigenkosten - Rechtsanwaltskosten - Leihwagenkosten
Im Gegensatz zum Haftpflichtschaden gibt es im Kaskoschadenfall meist keine:
    - Wertminderung - es werden auch oft Abzüge bei Lackierung oder Ersatzteilen gemacht   ( "Neu für Alt", je nach Fahrzeugalter)
Meldet man einen Schadenfall bei der Kaskoversicherung an und dieser Schadenfall (Schaden) wird mir der Versicherung abgerechnet, steigt  man im nachfolgenden Jahr in der Vollkaskoversicherung im Schadenfreiheitsrabatt (der Rabatt wird geringer). Der Schadenfreiheitsrabatt steigt nicht, wenn der Schadenfall mit der Teilkaskoversicherung abgerechnet werden kann. In der Teilkaskoversicherung gibt es keinen Schadenfreiheitsrabatt. Bei mehreren Kaskoschäden im Jahr, die nicht unter die Teilkaskoversicherung fallen, steigt auch mehrmals der Schadenfreiheitsrabatt im Folgejahr. Bei kleineren Schäden sollte man daher überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, den Schaden aus der eigenen Tasche zu zahlen.
Es kann passieren, dass bei Abrechnung von kleineren Schäden mit der Kaskoversicherung (vorausgesetzt, der Schaden fällt nicht unter die Teilkaskoversicherung) die Kosten der Herabstufung des Schadenfreiheitsrabatt zuzüglich Selbstbeteidigung über die Zeit höher sind als der eigentliche Schaden selbst!
Sie können mit dem Berechnungsfakter (siehe Schadenfreiheitsrabatt) selber errechnen, wann es sich lohnt, einen Schaden selber zu bezahlen. 

                                                                                                                                                                                                                             

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