Archiv 2013

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Reifenwechsel

Alle paar Monate wieder muss das Auto Winterfest gemacht werden. Dazu gehört auch das Aufziehen von Winterreifen.
Am besten ist es natürlich, wenn man die Winterreichen schon auf eigenen Felgen aufmontiert hat.
Ebenso kommt es vor, dass  man Räder z.B. von hinten nach vorne tauscht, da das Reifenprofil unterschiedlich abläuft.
An den Antriebsrädern ist der Reifenverschleiß höher als bei den Reifen, die mitgezogen werden.
Dann ist auch die Bremskraft an den Achsen unterschiedlich verteilt.
An den Vorderrädern ist die Bremskraft wesentlich höher als bei den Hinterrädern.

      So sieht ein Autoreifen aus, der falsch Montiert wurde

Beim Reifenwechsel ist einiges zu beachten:

        –  Reifen niemals von rechts nach links wechseln, mit den Rädern immer auf
            einer Fahrzeugseite bleiben.
         –  Reifen (mit Felgen) immer markieren (z.B. vorne Links (VL),  vorne Rechts (VR),
            hinten Links (HL), hinten Rechts (HR)).
            Hierdurch wird die Montage des Reifens an die Richtige Stelle gewährleistet.
         –  Die Luft prüfen (insbesondere wenn man auf Winterreifen umrüstet (oder
            umgekehrt).
        –  Beim Montieren der Räder die Radschrauben bei  4-Loch-Felgen über Kreuz anziehen,
            bei 5-Loch-Felgen  jede 2te Schraube anziehen (im Uhrzeigersinn), bis alle Schrauben angezogen sind.
           Am besten einen Drehmomentschlüssel benutzen, um alle Schrauben gleich
            stark anzuziehen.
           Die Radschrauben im hochgebockten Zustand des Fahrzeugs Handfest drehen, sodaß
           das Rad nicht mehr wackelt,  und dann die Radschrauben am besten mit dem Drehmoment-
           schlüssel  bis zu erforderlichen Festigkeit der Radschrauben festziehen, wenn das Fahrzeug
           wieder auf der Straße steht.
        –  Nach etwa 500 km Wegstrecke müssen die Radschrauben noch mal überprüft
            werden, ob sie richtig fest sind.

Das Reifenprofil eines Rades ist immer in eine Fahrrichtung eingelaufen.
Tauscht man ein Rad von  rechts nach links (von einer auf die andere Fahrzeugseite), bewegt sich das Rad dann rückwärts.
Bei Reifen mit angegebener Laufrichtung  sich immer an die angegebene Laufrichtung halten.
Durch die Temperaturunterschiede Sommer / Winter ändert sich auch der Luftdruck im Reifen.
Ebenso verlieren Reifen mit der Zeit Luft.
Daher immer den Luftdruck des Reifen (auf Felge)  prüfen.

Die Profiltiefe muss laut EU bei  jedem  Reifen mindestens 1,6 mm betragen.
Bei Winterreifen wäre dies für die Griffigkeit eindeutig zu wenig.
Hier sollte die Profiltiefe mindestens 4 mm betragen.

D. Melde                                                                                                                                                             (zurück]


Das EU-Reifenlabel

Seit dem 01.11.2012 müssen Hersteller Kraftfahrzeugreifen, insbesondere für Pkw´s,
leichte und schwere Lkw´s  (einschl. Nutzfahrzeuge) Reifen mit einem EU-Label
kennzeichnen.
Auf diesem EU-Label wird die Nasshaftung,  die Kraftstoffeffizienz (Rollwiderstand) und
das Abrollrollgeräusch des Reifens angegeben.

Diese Verordnung gilt jedoch nur für Kraftfahrzeugreifen, die ab Kalenderwoche 27 / 2012
hergestellt wurden.

Die Bedeutung der einzelnen Symbole:

  Kraftstoffeffizienz (Kraftstoffverbrauch)

Der Rollwiderstand eines Reifens trägt viel zum Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeugs bei.
Neben dem Reifenluftdruck spielt auch die Beschaffenheit des Reifenprofils  oder die
Gummimischung des Reifens.
Bei richtigem Luftdruck des Fahrzeugreifens wird der Abrollwiderstand der Fahrzeugreifens
in die Kategorien A – G eingestuft, wobei die Stufe D  nicht belegt ist.
Die Stufe „A“ stellt die beste Kraftstoffeffizienz da.  Bis zur Stufe „B“  wird ein
Kraftstoff-Mehrverbrauch von 0,10 l gesehen, je weitere Effizienzstufe (A – G = 0,0 – 0,5)  
wird ein Mehrverbrauch von etwa 0,1  l gesehen.
Die Berechnung geht von einem durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeugs
von 6.5 – 7,0 l  aus.

  Nasshaftung

Bei der Nasshaftung wird der Bremsweg gesehen.
Auch hier sind die Kategorien A – G vorgesehen, wobei die Stufen  D und G nicht belegt
sind.
Die Kategorie (Stufe)  A stellt den optimalen Bremsweg da.
Ausgehend von der Kategorie (Stufe)  A verlängert sich der Bremsweg je weiterer Kategorie um
3 – 5 Meter.

D.h.   Kategorie  B = + 3-5 m,  C = + 6-10 m,  E = 9 – 15 m,  F = 12 – 20 m

Gemessen wird der Bremsweg bei einer Geschwindigkeit vom 80 km/h , bei der
abrupt abgebremst werden muss (auf normalen Straßenbelag).
Weiterhin sind auf dem Testfahrzeug die gleichen Reifen aufmontiert.

Alleine aus Sicherheitsgründen sollte man das Fahrzeug  mit Reifen mit einer guten
Nasshaftung bestücken.

  Rollgeräusch (Geräuschemission)

Mittlerweile ist das Abrollgeräusch des  Reifens von einem vorbeifahrenden Fahrzeug
höher als das Geräusch des Motors.
Ab einem Geräuschpegel von ab 80 Dezibel sind gesundheitliche Schäden zu erwarten.

Das Abrollgeräusch eines Reifen wird durch Vorbeifahren eines Fahrzeug ( Vorbeirollen
des Reifens) an einem Messgerät in Dezibel gemessen.
Hier werden 3 Kategorien (Toleranzen) gemessen.

-Der äußere Balken misst bis zum maximalen EU-Grenzwert,  der bis  Jahr 2016 gültig ist.
  Dies wäre, wenn der Balken abgedunkelt ist.
-Der mittlere Balken gibt an,  dass sich der Dezibel-Wert schon nach dem ab Jahr 2016
  gültigen Grenzwert richtet.
  Dies wäre, wenn der mittlere Balken und der kleinste Balken (Balken zum
  Lautsprechersymbol)   abgedunkelt ist
-Wenn nur der vordere Balken (der kleinste) dunkel ist, heißt es, dass der ab 2016 gültige
  Grenzwert schon mindestens  um ab 3 dB (Dezibel) unterschritten (besser) ist.

Es zählen nur die abgedunkelten Balken.

Es wird kritisiert, dass einige Leistungsfaktoren der Reifen, die Wichtig erscheinen, nicht
berücksichtigt wurden.
Hierzu zählen unter anderem Aquaplaning, Fahrstabilität, Abnutzung  (Lebensdauer),
Lenkeigenschaften oder das Verhalten bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen.

Grundsätzlich ist dies aber ein Schritt in die richtige Richtung.
Auch ein Autoreifen kann viel zum Energiesparen beitragen.                                                                           


Interessante Statistiken aus der Autowelt  im Jahr 2011

Im Jahr 2011 hatten wir 4009 Verkehrstote

Hiervon  entfallen:

–      ca.  49.5%  auf Pkw-Fahrer
–      ca.  19.4%  auf motorisierte Zweiradfahrer  (Motorrad, Mofa etc.)
–      ca.  10,0%  auf Fahrradfahrer
–      ca.  15,3%  auf Fußgänger

sowie 4,3% auf den Güterverkehr und etwa 1,4% auf sonstige Verkehrsteilnehmer

Von den in Deutschland von der Polizei erfassten Verkehrsvergehen mit Personenschäden
handelte es sich im Jahre 2011 um

–           16,2%       Verkehrsvergehen durch Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren,
                                Einfahren und Anfahren
  –          14,9%        Vorfahrtsvergehen und Vorrangvergehen
  –          13,4%        Geschwindigkeitsvergehen
  –          11,8%        Abstandsvergehen
  –            7,1%        Vergehen durch falsche Straßenbenutzung
  –            4,3%        Verkehrsvergehen durch falsches Verhalten gegenüber
                                 Fußgängern
  –            4,1%        Verkehrsvergehen durch Alkoholeinfluss
  –            3,8%        Verkehrsvergehen durch Überholen
  –          24,5%        der Vergehen hatten allgemeine/sonstige Ursachen

   Insbesondere bei Verkehrsvergehen  unter Alkoholeinfluss mit Personenschäden
    haftet  man bei Verschulden  mit einer Haftungsquote von 5000 EURO.
    Weiterhin ist die Einleitung eines Strafverfahrens gegeben.

   Daten für das Jahr 2012 liegen noch nicht vor.

   Quelle: Statistisches Bundesamt                                                                                                                        [zurück]

Kfz-Typklassen im Versicherungswesen

Während man früher (insbesondere in der Haftpflichtversicherung)  die Versicherungsprämie nach Motorleistung
(PS/KW)  berechnete, wird heute die Versicherungsprämie nach der Typklasse  eines Fahrzeugtyps  berechnet.
Die Typklasse errechnet sich nach der Häufigkeit der abgerechneten Versicherungsschäden eines Fahrzeugtyps.
So kann ein VW-Golf  höher in der Typklasse sein als ein S-Klasse-Mercedes.
Die Typklasse eines Fahrzeugtyps wird jedes Jahr  von neutraler Stelle neu berechnet und ist für jede Versicherung
verbindlich.
Bei neuen Fahrzeugmodellen nimmt man Anfangs die Typklasse von Vergleichsmodellen.
Grundsätzlich gilt, je geringer die Typklasse, umso günstiger  die Versicherungsprämie.

Die Typklasseneinteilungen sind:

in der Kfz-Haftpflichtversicherung   (KH)            von  10 – 25
in der Teilkaskoversicherung          (TK)             von  10 – 34
in der Vollkaskoversicherung          (VK)             von  10 – 33

Sollte sich im Folgejahr die Typklasse eines Fahrzeugs erhöhen und dadurch die Versicherungsprämie (ohne Leistungserhöhung) steigen, besteht nach  § 40  (VVG)   ein außerordentliches Kündigungsrecht.

Typklassenverzeichnis des GDV  (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.)

                                                                                                                                                                                [zurück]

   Die Regionalklassen im Kfz-Versicherungswesen

Zur Berechnung der Versicherungsprämie für Fahrzeuge in der Haftpflicht- und
Vollkaskoversicherung wird auch die Regionalklasse des Zulassungsbezirk von den
Versicherungen herangezogen.

Hier gibt es in der Haftpflichtversicherung die Einstufungen 1 – 12
und in der Vollkaskoversicherung die Einstufung 1 – 9.

Für die Regionalklasseneinstufung eines Zulassungsbezirks  ist die Häufigkeit von Unfallschäden
(die abgerechnet werden) sowie die Höhe der Schadenkosten entscheidend.

Wohnt man in dem jeweiligen Zulassungsbezirk, ist dies für die eigene Regionalklasseneinstufung
entscheidend.

Hierzu mehr…..

                                                                                                                                                                                [zurück]

Wie setzt sich die Höhe der Kfz-Versicherungsprämie zusammen?

Die Kfz-Versicherung berücksichtigt zur Berechnung der Versicherungsprämie 3 Kriterien:

  1. Den Schadenfreiheitsrabatt  (Schadenfreiheitsklasse)
  2. Die Typklasse des Fahrzeugs
  3. Die Regionalklasse des Fahrzeugs

Den Schadenfreiheitsrabatt erarbeitet man sich selbst. Wenn man in einem Versicherungsjahr unfallfrei fährt, wird man damit belohnt, dass man im Folgejahr  um eine Schadenfreiheitsklasse besser gestuft wird. Verursacht man in einem Versicherungsjahr einen Versicherungsschaden (der von der eigenen Versicherung abgerechnet wird), wird man um einige Schadenfreiheitsklassen schlechter gestuft. Sollten sich die verursachten von der Versicherung abgerechneten Versicherungsschäden häufen, muss man damit rechnen, von der eigenen Versicherung gekündigt zu werden, da ihr das Risiko zu groß wird. Bei einer Vertragsunterbrechung bis zu max. 6 Monaten wird dies so gesehen, als ob keine Unterbrechung stattgefunden hätte, d.h. die Voraussetzungen zur Besserstufung laufen in dieser Zeit weiter. Sollte man erstmals ein Fahrzeug versichern, hat aber schon 3 Jahre den Führerschein, wird man in die Schadenfreiheitsklasse  ½  eingestuft. Wird in diesen Fall ein Fahrzeug vor dem 01.07 eines Jahres angemeldet, so gelangt man beim Schadenfreiheit im Folgejahr in die Schadenfreiheitsklasse  1 . Meldet man einen Zweitwagen bei der Versicherung an, wird man normalerweise mit diesem Fahrzeug in die Schadenfreiheitsklasse ½ eingestuft. Die meisten Versicherungen haben hier eigene Regelungen,  sodass  man  (aus Werbegründen) meist besser eingestuft wir. In der Regel gilt es aber nur Versicherungsintern und kann bei Versicherungswechsel nicht mitgenommen werden.

In der Fahrzeugtypklasse gibt es verschiedene Einstufungen. Die Einstufung ermittelt sich aus der Schadenhäufigkeit und der Schadenhöhe des einzelnen Fahrzeugtyps in Deutschland. So kann ein VW-Golf-Diesel (wenige PS) schlechter in der Typklasse eingestuft sein als ein großer Mercedes (große PS-Zahl).    
Hierzu mehr  ….

Die Regionalklasse wird Fahrzeugtypenunabhängig ermittelt. Jeder Zulassungsbezirk (Region/Landkreis oder kreisfreie Stadt)  hat sein eigenes Fahrzeugkennzeichen. So hat die Städteregion Aachen die Anfangsbuchstaben „AC“, der Landkreis Düren die Buchstaben „DN“ oder die kreisfreie Stadt Köln den Buchstaben „K“ am Anfang des Fahrzeugkennzeichens. Auch bei den Regionalklassen gibt es verschiedene Einstufungen. Je nach Unfallhäufigkeit/Schadenhäufigkeit und Schadenhöhe der gesamten Fahrzeuge in einem Zulassungsbezirk  (Region/Landkreis oder kreisfreie Stadt) wird man in eine Regionalklasse eingestuft. Viele Schäden = hohe Einstufung,  wenige Schäden = niedrige Einstufung.
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                                                                                                                                                                               [zurück]

                                                                                                                                                                               

Einige Regeln zur Versicherungsprämie?

Vertragsunterbrechung: Wenn Sie ein Fahrzeug vorübergehend Abmelden (Stilllegen) und die Unterbrechung des Versicherungsvertrages dauert nicht länger als max. 6 Monate, so wird dies so gesehen, als ob der Vertrag nicht unterbrochen wurde, d.h. die Bewertung des Schadenfreiheitsrabatt läuft weiter und Sie werden nach Ablauf des Versicherungsjahres  im Schadenfreiheitsrabatt besser gestuft, sofern kein Schaden mit der eigenen Versicherung abgerechnet wurde. Bei einem Saisonkennzeichen läuft es ebenso. Man muss nur darauf achten,dass die saisonbedingte Unterbrechung nicht länger als 6 Monate beträgt. z.B. Zugelassen von 4 – 10 (April bis Oktober)   =  hier beträgt die Vertragsunterbrechung 5 Monate.

3 Jahre Führerschein
Besitzt man schon 3 Jahre den Führerschein für ein zulassungspflichtiges Fahrzeug, so wird man bei Zulassung eines Fahrzeugs (wenn man der Versicherungsnehmer ist) in die Schadenfreiheitsklasse ½ eingestuft.

Zweitwagen: Meldet man einen Zweitwagen an, so wird man meist regulär mit dem Fahrzeug in die Schadenfreiheitsklasse ½ eingestuft. Die meisten Versicherungen gewähren jedoch höhere Rabatte (2 – 5 Jahre), die jedoch nur Versicherungsintern ihre Gültigkeit haben. Der (bessere)  Rabatt kann meist bei Versicherungswechsel nicht mitgenommen werden.

Lebensgefährte: Ist der Lebensgefährte (Ehepartner, auch eheähnliche Beziehung) mit seinem Fahrzeug bei einer Versicherung  versichert, genießt man oft auch die besonderen versicherungsinternen Regelungen bei der Zweitwageneinstufung.

Fahranfänger: Ist ein Fahranfänger unter 21-25 Jahre alt, so verlangen Versicherungen oft einen Prämienzuschlag, wenn man eine Person unter diesem Alter mit seinem Fahrzeug fahren lässt. Dies ist oft so, wenn man für sein Kind ein Fahrzeug als Zweitwagen auf seinen Namen anmeldet, da anfängliche Versicherungs-Schaden-Freiheitsrabatte (z.B. 240%) für den Fahranfänger  unerschwinglich sind. Es gibt jedoch auch Versicherungen, die verlangen keinen Prämienzuschlag für Fahrerinnen/Fahrer unterhalb der genannten Alter.

Rabattübertragung: Vertragsrabatte können meist nur innerhalb der Familie übertragen werden. Als Voraussetzung für eine Rabattübertragung wird gesehen, dass man schon längere Zeit mit dem Fahrzeug des Rabattinhabers fährt. Es kann aber immer nur so viel Rabatt übertragen werden, wie man selber einen Schadenfreiheitsrabatt hätte erwirtschaften können (z.B. wie lange man – in Jahren – den Führerschein besitzt).

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Weitere Rabattvergünstigungen: Es gibt viele Faktoren, die eine Versicherungsprämie vergünstigen können. So gibt es z.B. den Hausbesitzertarif, Beamtentarif, Familientarif, Erstbesitzertarif

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                                                                                                                                                                                 [zurück]

Änderungen des Führerschein im Jahr 2013 (zur Erinnerung)

Durch die dritte Führerscheinrichtlinie (EU) sind zum 19.01.2013 einige Änderungen eingetreten.

Hier die wesentlichen Änderungen für Pkw und Motorrad:

Alle neu ausgestellten Führerscheine nur noch 15 Jahre Gültigkeit.
Dies betrifft nur die  ab 19.01.2013 ausgestellten Führerscheine
Es müssen keine Tauglichkeitsuntersuchungen vorgenommen werden. Der vorhandene Führerschein
soll im Wesentlichen nur um eine aktuelle Version eingetauscht werden.

Alte Führerscheine müssen (vor dem 19.01.2013 ausgestellt) bis spätestens 19.01.2033  gegen einen
neuen Führerscheine umgetauscht werden.
Bitte darauf achten, sobald der alte Führerschein gegen einen neuen Führerschein eingetauscht wird
(nach dem 19.01.2013), ist dieser nur noch 15 Jahre gültig.

Für Führerscheine, die vor dem 19.01.2013 ausgestellt wurden besteht in den wesentlichen Punkten Bestandsschutz,
d.h. die alten erlangten Rechte/Möglichkeiten bleiben erhalten.

Bei Motorrädern wird die Klasse A (Beschränkt) durch die Führerscheinklasse A2 ersetzt.
Bisher machte man den Führerschein der Klasse A (Motorräder) und das Fahren von Motorrädern
war in den ersten zwei Jahren beschränkt bis zu einer Motorleistung bis 27 KW  (34 PS).
Nach Ablauf der 2 Jahre durfte man dann Motorräder mit beliebiger Motorleistung fahren.
Die Führerscheinklasse A2 muss vor der Führerscheinklasse A gemacht werden. Diese berechtigt das
Fahren von Motorrädern bis 35 KW  (48 PS)  Motorleistung. Nach Ablauf von 2 Jahren (ab Führerscheinerwerb)
kann dann der Führerschein der Klasse A gemacht werden.
Hierzu ist dann jedoch nur noch eine praktische Prüfung notwendig.

Anhänger dürfen mit der Führerscheinklasse B auch dann gezogen werden, wenn sie schwerer sind als 750 kg.
Jedoch darf die zulässige Gesamtmasse von Anhänger und Zugwagen 3500 kg nicht überschreiten.
Es gilt nicht die tatsächliche Masse von Zugwagen und Anhänger, sondern die höchstzulässige Masse,
die in den Papieren steht.
Sollte der Zugwagen jedoch schon eine Masse von 3.500 KG erreichen,
darf der Anhänger nur 750 kg schwer sein, sonst ist die Führerscheinklasse BE nötig.

Bei Caravans darf die zul. Gesamtmasse von Zugwagen und Anhänger zwar 3.500 kg überschreiten,
jedoch die Gesamtmasse von 4.250 kg übersteigen.

Trikes werden ab dem 19.01.2013 in die Kategorie Motorräder eingestuft.. Wer seinen Führerschein
nach dem 19.01.2013 ausgehändigt bekommt, muss die Führerscheinklasse A besitzen, um ein Trike
fahren zu dürfen.

                                                                                                                                                                                 [zurück]

Wissenswertes, zu Berücksichtigendes

Seit dem 01.04. diesen Jahres haben sich die Verwarnungsgelder für Parkvergehen an der Parkuhr erhöht.
Die Verwarnungsgelder wurden einfach verdoppelt.

     –            was erst   5,00 € kostete, kostet jetzt 10,00 €
      –            was erst 15,00 € kostete, kostet jetzt 30,00 €

Hier war es mittlerweile so, dass die Parkgebühren oft höher waren als die Verwarnungsgelder.

Es wurden aber auch die Verwarnungsgelder für Radfahrer erhöht

     –          Fahren auf dem Bürgersteig = 10 – 20 Euro  (vorher 5 – 10 €)
      –          Fahren über Rotlicht (Lichtzeichenanlage, Ampel) = 45 Euro  + 1 Punkt
      –          Fahren in der Fußgängerzone = 15 – 30 Euro (vorher 10 – 25 Euro)
      –          Einbahnstraße, in falsche Richtung fahren = 20 – 35 Euro (vorher 15 – 35 €)
      –          ohne Licht fahren  = 20 Euro (vorher 15 Euro)
      –          auf der falschen Seite fahren = 20 Euro (vorher 15 Euro)

Ein– und Ausparken und dabei ein anderes Fahrzeug beschädigen Es reicht nicht, einfach einen Zettel an die Scheibe des beschädigten Fahrzeugs zu hängen. Sie müssen schon auf den Fahrer/Fahrerin warten oder die Polizei rufen. Sie riskieren sonst das Vergehen der Unfallflucht

Sollten Sie unverschuldet in einen Fahrzeugunfall verwickelt worden sein und lassen die Beschädigungen am Fahrzeug bewerten, dann geben Sie unbedingt eventuelle Vorschäden an. Sollten in der Bewertung Beschädigungen kalkuliert sein, die nicht aus dem Unfall stammen, können Sie schnell die Schadenersatzansprüche verlieren. Auch ein Sachverständigengutachten sollte geprüft werden ob Positionen fehlen oder eventuell Vorschäden mit kalkuliert wurden.

Auf eine Autobahn dürfen nur Fahrzeuge fahren, die mindestens 60 km/h fahren können. Man muss nicht mindesten 60 km/h auf der Autobahn fahren. Auch auf einer Autobahn kann man nur so schnell fahren, wie die Verkehrssituation es zulässt (z.B.  zähfließender Verkehr).

Die Kfz-Steuerbefreiung von Elektrofahrzeugen hat sich von 5 auf 10 Jahre Steuerbefreiung erhöht.

Beim sogenannten „Handy“ am Steuer ist nicht nur das Telefonieren ordnungswidrig, sondern die gesamte Nutzung des Handy,  wie SMS verschicken, Nachrichten lesen, Nummern speichern usw.. Praktisch alles, was vom Fahren ablenkt.

Bei Alkoholgenuss ist immer daran zu denken, dass bis zum nächsten Fahren eines Fahrzeugs so viel Zeit verstreicht, dass sich der Alkoholspiegel im Blut auch abbauen kann.

Die Null-Promille-Grenze gilt für Fahrzeuglenker, die das 21. Lebensjahr noch nicht erreicht haben sowie für Fahrzeuglenker, die den Führerschein „auf Probe“ haben. Bei Erlangen der Fahrerlaubnis ist die Fahrerlaubnis in den ersten zwei Jahren immer ein „Führerschein auf Probe“.

Bei Bußgeldern erhöht sich das Bußgeld meist um etwa 23,50 € Bearbeitungs- gebühren.

                                                                                                                                                                                 [zurück]

   Verkehrsopferhilfe e.V. (VOH)
   Eine Einrichtung der deutschen Autohaftpflichtversicherer

   Der Verkehrsopferhilfe ist der Entschädigungsfond gemäß §§ 12 ff PflVersG (Pflichtversicherungsgesetz)
   zugewiesen wurden.

   Der Entschädigungsfond dient dazu Geschädigten zu helfen, wenn sie durch den Gebrauch ihres Fahrzeugs
   (Kraftfahrzeug) oder Anhängers einen Personenschaden oder Sachschaden erlitten haben und entweder das   
   Verursacherfahrzeug  nicht ermittelt (Fahrerflucht) werden kann oder für das Verursacherfahrzeug kein
   Haftpflichtversicherungsschutz besteht, sofern die Schäden nicht durch ein(en) Fahrrad/Radfahrer oder einen
   Fußgänger entstanden ist.    
   Weiterhin muss  sich der Schaden in Deutschland ereignen, d.h. im Geltungsbereich des
   Pflichtversicherungsgesetzes sein.    
   Vermögensschäden werden nicht erstattet.

   Anspruchsberechtigt sind in jeden Fall aus ausländische Staatsbürger,    
   wenn sie ihren Wohnsitz in Deutschland haben.

   Hierzu mehr unter    www.verkehrsopferhilfe.de

                                                                                                                                                                                 



  

Der Marderbiss

Eigentlich sollte man sich mal in die Lage eines Marders versetzen.
Der Marder spielt gerne, aber meist wird er wütend, wenn er die  Duftnoten (Markierungen) eines anderen Marders
(Konkurrent) riecht. Dann fängt er an zu toben und beißt um sich.  Das macht ihm dann auch noch Spaß,
denn er spielt ja gerne. Unter der Motorhaube ist es mitunter gemütlich und dazu oft auch noch schön warm.
Auch wenn die Gummiteile nicht  schmecken, man kann sich aber gut an ihnen abreagieren.
Wer lässt sich schon gerne von seinem Revier vertreiben.

In der Kfz-Teilkaskoversicherung ist man meist nur gegen die Schäden versichert, die ein Marder anrichtet.
Bei Folgeschäden (Kollateralschäden) geht man meist leer aus. (Ein Zündkabel wurde zerbissen und als Folge geht
der Katalysator kaputt oder ein Wasserschlauch wurde angebissen und durch den Wasseraustritt überhitzt der Motor,
ehe man es bemerkt oder ein Bremsschlauch wurde durchgebissen – was dann passieren kann,  kann man sich ja denken – ).


Erkunden Sie sich daher bei Ihrer Versicherung, ob in der Teilkaskoversicherung auch die Folgeschäden durch einen Marderbiss versichert sind.

Es gäbe auch ein äußerst günstiges  Mittel um Marder aus dem Motorraum fern zu halten:
Da Marder sehr Menschenscheu sind, hilft es, den Motorinnenraum mit menschlichen Urin zu markieren
(wenn der Urin getrocknet ist, riecht man ihn nicht).  Dieser Vorgang sollte dann immer 1mal im Monat wiederholt
werden (der Uringeruch verflüchtigt sich.. Der Marder hat eine sehr feine Nase. Er riecht dann einen Menschen und haut ab.
Ein für einen Menschen  unheimlich ekliger Geruch kann für ein Tier sehr  angenehm sein.
Alternativ könnte man auch ein Gitternetz unter den Motorraum spannen, damit ein Marder nicht hineinkommt.
Auch ein gutes Mittel sind  stromführende Metallplatten, die unters Auto oder im Motorraum installiert werden,
um einen Marder zu vertreiben.

Was ist nur, wenn man an seinen Auto schraubt und selbst einen (selbst wenn ungefährlich) Stromschlag bekommt,
weil man vergessen hat, den Strom auszuschalten?

Hierzu gibt es viele Tipps. Googeln Sie einfach unter „Marderschaden“

Ein interessanter Artikel ist im GDV zu finden unter:

                                                                                                                                                                                  [zurück]

Das neue Punktesystem

Im Februar 2012 wurden für das neue Punktesystem Eckpunkte vorgeschlagen. Diese wurden dann  den Bürgerinnen und Bürgern, anderen Ministerien sowie betroffenen Verbänden zur Diskussion vorgelegt. Nach dem Ergebnis der Diskussionen wurden dann im Dezember 2012 folgende Vorschläge zur Neuregelung des Punktesystems gemacht.

Die Vorschläge sehen vor:

Mitteilungen des Punktestands

   –  bei 1-3 Punkten  wird die Anzahl der Punkte nur vorgemerkt
        (eine Benachrichtigung erfolgt nicht)
    –  bei 4-5 Punkten wird eine Ermahnung ausgesprochen
       (eine Benachrichtigung erfolgt)
    –  bei 6-7 Punkten wird man verwarnt
      (es erfolgt eine Verwarnung sowie eine Anordnung zur Teilnahme an
        ein Fahreignungsseminar)
    –  bei   8  Punkten wird die Fahrerlaubnis eingezogen

Wann bekommt man Punkte

Es soll nicht mehr jedes Vergehen eine Anzahl von Punkten bekommen, sondern man  soll nach der Schwere eines Verstoßes Punkte erhalten. Hier sind 3 Kategorien vorgesehen:

  –     1 Punkt  Schwerer Verstoß einer Ordnungswidrigkeit
  –     2 Punkte bei besonders schwerem Verstoß einer Ordnungswidrigkeit
            sowie einer Straftat ohne Entziehung der Fahrerlaubnis
  –     3 Punkte bei einer Straftat mit Entziehung der Fahrerlaubnis

Was passiert mit den jetzigen Punkten  (nach dem aktuellen System)

Die vorhandenen Punkte werden auf das neue Punktesystem umgerechnet.

    1-3 Punkte (aktuelles Punktesystem)  =  1 Punkt   (neues Punktesystem)
     4-5 Punkte (aktuelles Punktesystem)  =  2 Punkte (neues Punktesystem)
     6-7 Punkte (aktuelles Punktesystem)  =  3 Punkte (neues Punktesystem)

    8-10 Punkte  (aktuelles Punktesystem)  =  4 Punkte (neues Punktesystem)
  11-13 Punkte  (aktuelles Punktesystem)  =  5 Punkte  (neues Punktesystem)

14-15 Punkte  (aktuelles Punktesystem)  =  6 Punkte  (neues Punktesystem)
16-17 Punkte  (aktuelles Punktesystem)  =  7 Punkte  (neues Punktesystem)
ab 18 Punkte  (aktuelles Punktesystem)  =  8 Punkte  (neues Punktesystem)                         
          (Entzug der Fahrerlaubnis)

Was ändert sich zudem

   –     es ist kein Punkteabbau mehr möglich
   –     die sogenannte Tilgungshemmung entfällt

Bisher ist es so, sobald  man einen neuen Verkehrsverstoß begeht (mit Punkten ) verlängert sich die Verjährung der vorhandenen Punkte (Tilgungshemmung). Die vorhandenen Punkte bleiben so lange bestehen, bis in einem Verjährungszeitraum keine neuen Führerscheinpunkte entstanden sind. Mit dem neuen Punktesystem  ist vorgesehen, dass ergangene Punkte nach ihrer Verjährung grundsätzlich gelöscht werden, d.h., die Verjährung durch das Erlangen neuer Punkte nicht verlängert wird.

Hierzu mehr….   (Link  zum Bundesministerium für Verkehr, Bau  und
                            Stadtentwicklung / neues Punktesystem)

                                                                                                                                                                                    [zurück]

Wissenswertes

Neue EU-Vorgaben zur CO2-Begrenzung

Dem Umweltausschuss des Europäischen Parlaments schwebt vor, bei Neuwagen bis zum Jahr 2025 den CO2-Ausstop auf 68 – 78 Gramm je Kilometer zu begrenzen. Mit anderen Worten: Ab 2025 soll der CO2-Ausstoss bei Pkw´s  nur noch max. 68 – 78 Gramm je gefahrenen Kilometer betragen. Dies entspräche einem Verbrauch von etwa 3 Litern Kraftstoff oder einer Halbierung des Kraftstoffverbrauchs von heutigen Neuwagen.

Der CO2-Ausstoss soll bei Neuwagen ab dem Jahr 2020 nur noch 95 Gramm per gefahrenen Kilometer betragen (etwa 4 Liter Verbrauch).

Heute sind es  bei Neuwagen etwa 130 Gramm je gefahrenen Kilometer.

Ein Artikel aus der FAZ:   Striktere Klimaauflagen für Neuwagen (Link)

Elektromobilität

Bis zum Jahr 2020 möchte man 1 Millionen Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen sehen. Man kann sich schon vorstellen, dass in etwa 40 Jahren überwiegend Elektrofahrzeuge in den Innenstädten unterwegs sind.

Das größte Problem bei den Elektrofahrzeugen ist immer noch die Speicherung der Energie. Daher arbeitet man mit Hochdruck an der Entwicklung hochwirksamer Energiespeichersysteme. Ebenso treibt man den Ausbau von Strom-Tankstellen voran.

Mehr hierzu:   BMVBS – Elektromobilität (Link)

Fahrradverkehr

Etwa 80% der deutschen Bevölkerung besitzt ein Fahrrad. In Zahlen ausgedrückt sind es etwa 73 Millionen Fahrräder.

Elektrofahrräder erlangen zunehmende Beliebtheit. Unter gewissen Voraussetzungen benötigen Elektrofahrräder jedoch eine Versicherung mit dem dazugehörigen Kennzeichen.

Ein Elektrofahrrad mit einer Leistung von über 250 Watt und einer Höchstgeschwindigkeit von über 25 km/h wird schon als Fahrrad mit Hilfsmotor (Mofa) gesehen und benötigt ein Versicherungskennzeichen.

Hierzu mehr im  Pedelec-Portal.net (Link)

Radfahren und Alkohol

Viele denken, es ist besser alkoholisiert mit dem Fahrrad zu fahren als mit dem Auto. Jedoch gerät man auch schnell mit dem alkoholisierten Fahrradfahren mit dem Gesetz in Konflikt. Eine Alkoholmenge von nur 0,3 Promille reicht schon aus, dass der Gesetzgeber schon eine gewisse Fahruntüchtigkeit sehen kann. Dies kann je nach Umstand schon 7 Punkte in Flensburg und eine Geldstrafe bedeuten.

Hierzu mehr…   Webseite „Gesamtverband  der deutschen. Versicherer“

Alkohol und Drogen

Eine Feststellung des Kraftfahrtbundesamt (Jahresbericht). Seit der Beobachtung von Drogenverstößen (einschließlich Alkohol) nehmen die geahndeten  Alkoholverstöße kontinuierlich ab und die anderen Drogenverstöße (Kanabis, Heroin, Morphin oder Amphetamine) kontinuierlich zu.

Wenn die Alkoholverstöße von ca. 218.000 Verstöße auf etwa 179.000 Verstöße zurückgingen sind haben andere Drogenverstöße von ca. 24.500 Verstößen auf etwa 31.500 Verstöße zugenommen.

                                                                                                                                                                                    

                                                                                                                                                                                   [zurück]

Wichtige Adressen bei einem Unfallschaden

Unfallschaden in Inland mit inländischem Fahrzeug

Wenn Sie einen Unfallschaden im Inland hatten und die Adresse der Versicherung des Unfallgegners benötigen, wenden Sie sich bitte an den Zentralruf der Autoversicherer unter

                                                                                0800 / 2502600

Zur Auskunft benötigen Sie das Kfz-Kennzeichen des Unfallgegners sowie das Unfalldatum.

Bei Anruf aus dem Ausland:   +49 (40) 300 330 300

Webseite:     www.gdv-dl.de/zentralruf.html

Adresse:       GDV Dienstleistungs-GmbH & Co. KG
                      
Glockengießerwall 1
                      20095 Hamburg

Unfallschaden in Inland mit ausländischen Fahrzeug

Haben Sie z.B. einen nichtverschuldeten Unfallschaden mit einem ausländischen Fahrzeug, wenden Sie sich dann an das

Deutsche Büro Grüne Karte e.V.

                           Tel.:    (030) 2020 5757

                           Fax.:   (030) 2020 6757

Webseite:                   www.gruene-karte.de

E-Mail:                        dbgk@gruene-karte.de Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  

Adresse:                  Deutsches Büro Grüne Karte e.V.
                                  Wilhelmstraße 43 / 43 G
                                  10117 Berlin

Durch diesen Verein wird bei einem nichtverschuldeten Unfallschaden eine inländische Kfz-Versicherung
ermittelt, die den Unfallschaden vorerst reguliert.

Unfallschaden im Ausland

Bei einem Unfallschaden im Ausland, den Sie nicht verschuldet haben, können Sie über den Zentralruf die deutsche Versicherung des (ausländischen) Unfallgegners ermitteln,  die für die ausländische Versicherung reguliert. Dies gilt für im europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz zugelassene Fahrzeuge.

Rufnummer des Zentralruf:       (0800) 25 026 00

Webseite und Adresse sind gleich  wie bei Unfallschaden in Inland mit inländischem Fahrzeug.

Verkehrsopferhilfe

Unfallschäden, bei dem der Verursacher nicht ermittelt werden kann oder mit einem Fahrzeug  ohne Haftpflichtversicherung  oder durch Fahrerflucht  (Parkschaden) ein Schaden verursacht wurde.

Verkehrsopferhilfe               Tel.:    (030) 20 20 5858

                                                Fax.: (030) 20 20 5722

Webseite:                              www.verkehrsopferhilfe.de

E-Mail:                                   voh@verkehrsopferhilfe.de Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!    

Adresse:                               Verkehrsopferhilfe e.V.     
                                               
Wilhelmstr. 43/43G
                                              10117 Berlin
               
                                                                                                                                                                                    
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Wissenswertes (3)

Führerscheintourismus

Mit der 3. EU-Führerscheinreform gab es nicht nur Änderungen in den Führerscheinklassen zum 19.01.2013, sondern es traten auch Regelungen zum Führerscheintourismus in den EU-Ländern am 19.01.2009 in Kraft, nachdem sie ins nationale Recht umgesetzt wurde.

So kann ein Mitgliedsstaat einen Führerschein  ablehnen, wenn dieser in einem anderen Mitgliedsstaat gemacht wurde und im eigenen Staat eingeschränkt, abgelehnt oder eingezogen wurde.

Die Anerkennung eines Führerscheins setzt auch voraus, in dem Mitgliedsstaat, in dem der Führerschein ausgestellt wurde, auch seinen Wohnsitz gehabt zu haben. Hier wird ein Zeitraum von 185 Tagen gesehen.

Weiterhin kann ein Führerschein auch abgelehnt werden, wenn in dem Mitgliedsstaat, wo der Führerschein ausgestellt wurde, ein Fahrverbot besteht.

Zudem sind alle EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet, sich gegenseitig zu helfen und /oder Auskunft zu geben.

Hierzu mehr…       ZVR   (externer Link)



Führerscheinklasse 3 (C1)

Entgegen der Fahrerlaubnisklasse B (3) durfte man mit der Führerscheinklasse 3 (vor dem 01.01.1999 ausgestellt) auch Fahrzeuge bis 7500 kg (Pkw´s) fahren. Sofern man den Führerschein vor dem 01.01.1999 ausgestellt bekam, darf man dies  aufgrund des Bestandschutz auch heute noch ohne Alterseinschränkung. Selbst eine z.B.  70 Jahre alte Person darf noch ein Fahrzeug bis 7500 kg führen.

Seit dem 01.01.1999 gibt es die Führerscheinklasse C1 (Führerscheinklasse nach 01.01.1999 ausgestellt), die das Fahren von Fahrzeugen zwischen 3500 kg und 7500 kg erlaubt. Hier ist die Fahrerlaubnis für derartige Fahrzeuge bis zum 50. Lebensjahr begrenzt. Danach muss die Fahrerlaubnis für die Klasse C1 jeweils immer um 5 Jahre verlängert werden.

Schlüsselzahlen

Damit die Einträge in der Fahrerlaubnis von allen EU-Ländern gelesen werden können, erhalten neben den Fahrerlaubnisberechtigungen, die in Buchstaben ausgedrückt sind, andere Regeln oder Voraussetzen/Einschränkungen zum Fahren von Fahrzeugen sogenannte Schlüsselzahlen (Zahlen), womit bei einer Führerscheinkontrolle sofort gesehen werden kann, was man darf oder nicht.

Hier ein Auszug:

                           01   =   Sehhilfe erforderlich
                            78   =   nur für Fahrzeuge mit Automatikgetriebe
                            96   =   Fahrzeugkombinationen bis 4250 kg
                                        (wie z.B. Wohnmobil mit Anhänger)

                        184   =   Auflagen für begleitendes Fahren

Hierzu mehr:         Fahrerlaubnisverordnung     (§25 Absatz 3  sowie Anlage 9)      

                                                                                                                                                                                    [zurück]

Haftung von Kindern bei einem Kfz-Schaden

Gemäß § 828 des Bürgerlichen Gesetzbuch sind minderjährige Personen nur eingeschränkt haftbar.

–          So sind Kinder, die das 7. Lebensjahr (vollendet) noch nicht
            erreicht haben, für einen Schaden, den sie anderen zufügen,
            nicht haftbar zu machen.

–          Kinder, die zwischen dem 7 Lebensjahr (vollendet) und dem 10.
            Lebensjahr alt sind, sind nicht haftbar zu machen, wenn sie mit einem
            Kraftfahrzeug, einer Schienenbahn oder Schwebebahn einem anderen
            einen Schaden zufügen.

–          Wer das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat – sofern es nicht  mit
            Absatz 1 + 2 abgehandelt ist – ist für einen Schaden, den er einem
            anderen zufügt, nicht haftbar zu machen wenn zur Erkenntnis zur
            Verantwortlichkeit der schädigen Handlung nicht die erforderliche
            Einsicht vorliegt (z.B. geistige Behinderung).

Unter Vollendung eines Lebensjahres versteht man:
             Das 7. Lebensjahr ist im Alter von 6.00 – 6.99  Jahren.
              Wenn man seinen 7. Geburtstag hat, ist das 7. Lebensjahr vollendet.
             
oder:    Wir Leben jetzt im 21. Jahrhundert.
             Das 21. Jahrhundert  ist zwischen den Jahren 2000 bis 2099

Hierzu mehr:     §828 des Bürgerlichen Gesetzbuch

                                                                                                                                                                                   [zurück]

Abmelden von Fahrzeugen

Wenn man ein Fahrzeug abmeldet, wird nicht mehr zwischen vorübergehender Abmeldung  und endgültiger
Abmeldung unterschieden.
Beide Vorgänge nennen sich jetzt „Außerbetriebsetzung“.
Die Außerbetriebsetzung bez. Wiederzulassung eines Fahrzeugs ist im Paragraphen § 14 FZV
(Fahrzeug-Zulassungsverordnung)) geregelt.

Wird ein Fahrzeug  „außer Betrieb“  gesetzt, erlischt die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs jetzt nach 7 Jahren
(vorher nach 18 Monaten).

Mit dem „Außerbetriebsetzen“  eines Fahrzeugs wird auch das Kennzeichen (Kennzeichennummer) nach einigen
Tagen wieder für andere Fahrzeuge frei.

Dennoch kann man sein Kennzeichen (Kennzeichennummer) für das Fahrzeug reservieren lassen oder für ein
anderes Fahrzeug mitnehmen (reservieren). Bei der Mitnahme des Kennzeichens (Kennzeichennummer) wird
das Nummernschild als „Wunschkennzeichen“ gesehen und es ist zu den Zulassungskosten ein Aufpreis für das
Wunschkennzeichen von etwa 10,20 € zu entrichten.

Wie schon vorher gesagt, wird die Kennzeichennummer bei Außerbetriebsetzung nach einigen Tagen wieder frei.
Möchte man die „Nummer“ aber sofort für ein anderes Fahrzeug verwenden, wären für die sofortige Freigabe der
Nummer ebenso zusätzliche Kosten zu entrichten.

Gemäß § 10 Abs. 4 FZV (Fahrzeug-Zulassungsverordnung) darf man mit einem außerbetriebgesetzten Fahrzeug
bis zum Ende des Tages der Außerbetriebsetzung das abgemeldete Fahrzeug noch bis zu seinem Abstellpunkt
fahren.
Auch darf man ein Fahrzeug, dessen Kennzeichen noch nicht gestempelt sind (noch nicht endgültig angemeldet),
gemäß § 10 Abs. 4 FZV in seinem Zulassungsbezirk (oder angrenzenden Zulassungsbezirk) zur Hauptuntersuchung
oder Abgasuntersuchung vorführen. Diese Fahrten müssen jedoch im „Zusammenhang“ mit der Zulassung des
Fahrzeugs stehen.
  
Es muss auch vorab ein Kennzeichen von der Zulassungsstelle erteilt worden sein.
Ebenso muss auch schon eine Haftpflichtversicherung vorliegen.

Zur Außerbetriebsetzung werden i.d.R. benötigt:                  (i.d.R. = in der Regel.)

                      –   Zulassungsbescheinigung Teil II/Fahrzeugbrief  oder
                           Betriebserlaubnis
                       –   Zulassungsbescheinigung Teil I / Fahrzeugschein
                       –   die Kennzeichen (zum Entstempeln)

Zur Zulassung (ggf. Wiederzulassung) werden i.d.R. benötigt:                   (i.d.R. = in der Regel)

                     –  Zulassungsbescheinigung Teil II / Fahrzeugbrief ode
                        Betriebserlaubnis
                      –  Zulassungsbescheinigung Teil I (soweit vorhanden)
                      –  gültige Hauptuntersuchung ggf. Prüfbescheinigungen
                      –  Versicherungsnachweis (eVB-Nummer ( früher Doppelkarte))
                      –  Kennzeichen (wenn reserviert und vorhanden)*
                             
–  Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung

*) sind keine alten Kennzeichen mehr vorhanden oder wird eine neue Kennzeichennummer     vergeben, sind (neue) Kennzeichen zu fertigen.

Bei der Zulassung durch Dritte muss eine Vollmacht vorliegen mit den entsprechenden Ausweisen.

                                                                                                                                                                                   [zurück]       

Die Betriebserlaubnis

Jedes Kraftfahrzeug, dass im öffentlichen Verkehrsraum gefahren wird, benötigt eine Betriebserlaubnis.
Hierbei spielt es keine Rolle, ob ein Fahrzeug nur ein Versicherungskennzeichen führen muss oder
Zugelassen werden muss (Zulassung beim Straßenverkehrsamt).

Die Voraussetzung für eine Betriebserlaubnis ist eine sogenannte Typgenehmigung,
die je nach Art unterschieden wird:

     –     Allgemeine Betriebserlaubnis = Typgenehmigung für reihenweise von einem Hersteller
            gefertigte Fahrzeuge, geprüft nach § 20 StVZO (Straßenverkehrszulassungsordnung)
     –     Betriebserlaubnis für Einzelfahrzeuge (Einzelbetriebserlaubnis) = Typgenehmigung für
            einzeln gefertigte Fahrzeuge, geprüft nach § 21 StVZO (Straßenverkehrszulassungsordnung)
     –     Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile (Anbauteile) = Typgenehmigung für Fahrzeugteile
            gemäß § 22 StVZO (Straßenverkehrszulassungsordnung).

Wenn ein Fahrzeug aus