Fahrtenbuch ordnungsgemäß führen

Das Führen eines Fahrtenbuch ist in den meisten Fällen an die Auflage einer Verkehrsbehörde gebunden.  In diesem Fall ist es die StVZO, die Straßenverkehrs – Zulassungs – Ordnung. Steuerliche Gründe sind ein weiterer Grund zum Führen eines Fahrtenbuch. Wegstreckenoptimierung im Zusammenhang mit Sprit Ersparnis ist ein dritter Grund führ ein Fahrtenbuch.

1. Gründe für ein Fahrtenbuch
2. Angaben im Fahrtenbuch
3. Führen eines eigenen Fahrtenbuchs
4. Auflage eines Fahrtenbuch durch Verkehrsbehörden
5. Fahrtenbuch aus steuerlichen Gründen.
6. Unterschiedliche Fahrtenbücher


1. Gründe für ein Fahrtenbuch

Um ein Fahrtenbuch zu führen gibt es einige Gründe.

Zum einen möchte man einen Überblick haben über die Wege, die man fährt. So könnte man heraus finden, wann man unnötige Strecken fährt um seine Fahrweise besser Verschleißarm und vor allem SPARSAM zu gestalten. Letztere Dinge kämen auch der Brieftasche zugute.

Eine andere Sache ist, dass man das Führen eines Fahrtenbuchs durch
die Verkehrsbehörde auferlegt bekommt. Dies passiert meist dann, wenn mit dem auf sich angemeldeten Fahrzeug (Fahrzeughalter) Verkehrsverstöße begangen werden und der Verursacher nicht ermittelt werden kann.

Auch aus steuerlichen Gründen ist es oft sinnvoll, ein Fahrtenbuch zu führen. So gibt es bei der Nutzung von Geschäftswagen/Firmenwagen die Möglichkeit, den geldwerten Vorteil für private Fahrten mit dem Fahrtenbuch genauer anzugeben, als wenn man auf die sogenannte 1%-Regel zurückgreift. Hier muss man jedoch die Vor- und Nachteile der jeweiligen Möglichkeit gegenüber stellen.

2. Angaben im Fahrtenbuch

Beim Führen eines Fahrtenbuch macht die StVZO strenge Vorschriften.

Es gibt verschiedene Arten von Fahrtenbüchern. Abgesehen von einem eigens angelegten Fahrtenbuch müssen Fahrtenbücher von den Behörden anerkannt sein. Insbesondere müssen die Bücher für Behörden so gestaltet sein, dass man sie nicht abändern kann.
Nachfolgende Dinge müssen eingetragen werden: 
(Je nach Behörde sind manche Angaben nicht erforderlich)

Art der Fahrt:           privat oder geschäftlich oder beides
Wann:                        Datum, Uhrzeit
Wer ist gefahren:     Name des Fahrers
Tachostand:              Anfangsstand, Endstand, gefahrene Kilometer
Fahrtzweck :             z.B.  Tochter zum Kindergarten gefahren? (privat)

Umwege wären bei geschäftlichen Fahrten zu begründen

 

3. Führen eines eigenen Fahrtenbuchs

Ein Fahrtenbuch zu führen kann auch persönliche Grüne haben. 

Wie gesagt, man will oft eine Übersicht haben und oft Buch darüber führen, wie hoch die Ausgaben allgemein sind. Ein Fahrzeug ist ein sehr hoher Kostenfaktor. Preiswert fahren auch heißt Verschleißarm fahren und/oder Sparsam fahren. Ob man Verschleißarm fährt, kann man mit einem Fahrtenbuch nicht feststellen. Das kann man eher daran erkennen, wie oft man das Fahrzeug reparieren muss. Man kann aber an einer zurückgelegten Wegstrecke erkennen, wie hoch der Kraftstoffverbrauch ist, wenn man sein Fahrzeug verliehen hat (Kind, Freund, Vater, Mutter usw.). Daran könnte man wiederum erkennen, wie Verschleißstark/-arm jemand fährt. Ebenso kann man mit einem Fahrtenbuch seine eigene Fahrweise besser bewerten. Es wäre doch bestimmt cool, wenn man mit einer Tankfüllung 100 Kilometer weiter kommt.

4. Auflage eines Fahrtenbuch durch Verkehrsbehörde

Ein Fahrtenbuch muss unter Umständen nach Auflage einer Verkehrsbehörde geführt werden.

Oft kommt es vor, dass einem die Straßenverkehrsbehörde ein Fahrtenbuch auferlegt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn mit einem Fahrzeug, indem man als Fahrzeughalter eingetragen ist, Verkehrsverstöße begangen werden, bei dem der verursachende Fahrer nicht zu ermitteln ist. Es gibt dabei zwar kein Verwarnungsgeld oder Bußgeld, auch bekommt der Verursacher keine Punkte in der Verkehrssünderkartei. Durch die  Verkehrsbehörde wird dem Fahrzeughalter  dann aber oft ein Fahrtenbuch auferlegt. Dem kann man auch durch die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs nicht entgehen. Selbst die Regelung in § 31a (StVZO) zielt darauf ab, Umgehungsversuche bez. der Fahrtenbuchauflage durch Verkauf des Fahrzeugs auszuschließen.

5. Fahrtenbuch aus steuerlichen Gründen

Ein Fahrtenbuch führen zum Nachweis der Privatnutzung.

Sei man ein Freiberufler oder Gewerbetreibender,  das Finanzamt geht immer davon aus, dass geschäftlich genutzte Fahrzeuge auch privat genutzt werden, sofern die Fahrzeuge steuerlich Abgesetzt werden. Hier setzt man seitens des Finanzamt die sogenannte 1%-Regelung an, wobei 1 % des Anschaffungswertes (i.d.R. Neupreis, monatlich) zuzüglich der anfallenden Betriebskosten sowie Steuer  und Versicherung als Privatausgaben angerechnet werde und dem Einkommen zugerechnet werden. Man geht hier  pauschal meist von 30%  (der Ausgaben für ein Fahrzeug) aus.
Alternativ kann man aber auch ein Fahrtenbuch führen (mit Absprache des Finanzamt). Hiermit könnte man den genauen Anteil der Privatnutzung dokumentieren. Diese Regelung würde immer für ein Kalenderjahr gelten. Eine Ausnahme wäre, dass ein Fahrzeug vorher veräussert wird.
Hier müsste man jedoch am besten beide Steuervarianten gegenüber stellen, um zu sehen, ob es sich lohnt, den höheren Aufwand zum Führen eines Fahrtenbuch zu betreiben.

6. Unterschiedliche Fahrtenbücher

Man unterscheidet zwischen handschriftlichen Fahrtenbüchern in Papierform und elektronischen Fahrtenbüchern.

Während Fahrtenbücher in Papierform immer Handschriftlich ausgefüllt werden müssen, übernehmen die elektronischen Fahrtenbücher schon viele Aufgaben wie Tachostand einlesen, Uhrzeit dokumentieren, ebenso wird Start, Ziel und Datum erfasst. Oft muss dann nur noch die Art der Fahrt eingegeben werden. Viele elektronische Fahrtenbücher verfügen über eine Schnittstelle (WLan), sodass Sie ergänzende Eintragungen am (in Reichweite) häuslichen PC vornehmen können.