Radschrauben

Radschrauben

Als KFZ- Sachverständiger habe ich schon öfters festgestellt, dass die gleichen Radschrauben für Räder ob mit Winterreifen oder Sommerreifen benutzt werden. Für gewöhnlich jedoch gibt es Radschrauben für jeweils Winter und Sommer

Festigkeit der Schraube

Auch ist darauf zu Achten, dass bei den Radschrauben auch gewisse
Festigkeitskriterien erfüllt werden. Die Kriterien (in Zahlen) stehen
immer auf dem Schraubenkopf.
Bitte keine „No Name“ Schrauben verwenden.

Meist handelt es sich bei Sommerrädern um Leichtmetallfelgen und
bei Winterrädern um Stahlfelgen. Da Stahlfelgen stabiler sind als Leichtmetallfelgen (die meist aus Aluminium bestehen), sind auch die Wanddicken der Löcher zum Verschrauben unterschiedlich dick. So kann es sein,  dass die Wanddicke einer Stahlfelge 2-3 mm beträgt und die Wanddicke einer Leichtmetallfelge 10 mm beträgt.

Länge der Schrauben

Nutzt man jetzt die gleichen Schrauben, sind diese meist entweder zu lang oder zu kurz. Somit kann es passieren, dass das Gewinde der Schraube aus dem Befestigungsgewinde heraus ragt oder zu kurz in das Befestigungsgewinde eingeschraubt wird. Bei letzterem wäre der Halt des Rades am Fahrzeug (Bremstrommel, Radnabe, ggf. Steckachse) nicht gewährleistet. Ist das Gewinde der Schraube jedoch zu lang, würde es insbesondere bei Trommelbremsen – an das Innenleben der Bremse stoßen (Federn, Versteller, Halterungen). Selbst wenn die Betriebsbremsung durch Bremsscheiben gewährleistet wäre,  könnte die Feststellbremse (Handbremse) als Trommelbremse (z.B. BMW, Mercedes) ausgelegt sein. Hierdurch würden u.a. teure Schäden/Reparaturen entstehen. Daher sollte man immer prüfen, ob sich ein Rad frei dreht, bevor man ein Fahrzeug zu Boden lässt.

Richtige Schraubenlänge

Es lohnt sich daher immer, notfalls die erforderliche Schraubenlänge auszumessen. Hier steckt man einfach die  vorhandene Schraube in das Gewindeloch der Felge und misst, wie tief das Loch ist. Dann misst man, wie tief das Gewinde an der Befestigungsseite ist ((Bremstrommel, Radnabe oder ggf. Steckachse (hier sind die häufigsten Befestigungsteile genannt)). Da insbesondere Bremsscheiben, aber auch Bremstrommel (oft) kein Gewinde haben und zwischen Felge und Befestigung liegen, ist auch hier die Dicke des Befestigungsloches zu messen. Alles Zusammenadiert würde dann die Länge des Gewindes einer erforderlichen Schraube ergeben. Selbst wenn dann noch das Gewinde der Befestigungsschraube 2-3 mm aus dem Gewindeloch des Befestigungsteils heraus ragt, dürfte eigentlich nichts passieren.

Ganz wichtig: Ein Rad am Fahrzeug immer Drehen (ob es sich frei dreht) bevor das aufgebockte Fahrzeug wieder zu Boden gelassen wird.