Ein Kurzzeitkennzeichen ersetzt das sogenannte rote Vorführkennzeichen, dass früher von den Straßenverkehrsämtern ausgegeben wurde. Die Ausgabe des Kennzeichen war für 5 Tage gedacht. Danach musste das „rote Kennzeichen“ zurück gegeben werden. 

Mit dem sogenannten roten Kennzeichen, dass eigentlich für 5 Tage gedacht war, wurde jedoch viel Schindluder getrieben. Oft wurde mit dem Kennzeichen weiter gefahren (ohne Versicherungsschutz) oder es wurde viel zu spät zurück gegeben.

 

Das heutige Kurzzeitkennzeichen

Das heutige Kurzzeitkennzeichen ist dagegen ein „Einmalkennzeichen“, dass man nach Gebrauch (5 Tage) wegwerfen kann. Auch ist das Kennzeichen mit einem Enddatum der Gültigkeit versehen. Siehe Eingangsbild! Dieses Enddatum steht am rechten Ende eines Kurzzeitkennzeichen mit einem gelben Hintergrund. Tag, Monat und Jahr stehen untereinander. Somit wäre die obere Zahl der Tag, die mittlere Zahl der Monat und die untere Zahl das Jahr. 

 

Warum ein Kurzkennzeichen

Gedacht ist das Kurzzeitkennzeichen für Überführungsfahrten oder Probefahrten. Es ist auch nur auf deutschen Straßen gültig. Und es ist auch nur 5 Tage gültig. Das Kennzeichen ist auch nur für ein für ein bestimmtes Fahrzeug gedacht.
Der Nachweis darüber, dass das Fahrzeug noch über eine gültige HU (TÜV) verfügt, ist Voraussetzung für den Erhalt eines Kurzzeitkennzeichen.
ohne vorhandene HU ist in den meisten Fällen nur das Fahren zur Prüfstelle erlaubt. Dies wird im Fahrzeugschein vermerkt. Sollten in der Prüfstelle Mängel ( nicht wenn Verkehrsuntauglich) festgestellt werden, die verhindern, dass man einen HU-Stempel bekommt, darf man meist (innerhalb des Zulassungsbezirk) noch bis zur Werkstatt fahren (oder nach Hause, Werkstatt im Hof?).

 

Kosten des Kurzzeitkennzeichen

Die Kosten für ein Kurzzeitkennzeichen bestehen aus:

  1. Verwaltungsgebühren    ca. 15 – 20.   Euro
  2. Kosten eines Kennzeichen   ca. 20   Euro
  3. Versicherungskosten   ca. bis 135   Euro

Eine Haftpflichtversicherung ist Pflicht für den Erhalt eines Kurzzeitkennzeichens.
Eine Vollkaskoversicherung wird von den meisten Versicherungen nicht angeboten. Sollte das Fahrzeug danach bei der gleichen Versicherung angemeldet werden, wird die Zeit der kurzen Zulassung des Fahrzeugs i.d.R. auf die weitere Versicherung angerechnet, sodass keine gesonderten Versicherungskosten entstehen.

 

Zulassung des Kurzzeitkennzeichen

Was Sie für eine Kurzzulassung zur Zulassungsstelle mitbringen müssen sind:

  1.  Fahrzeugpapiere
  2. Versicherungsnachweis (gültige eVB-Nummer)
  3. Nachweis über eine gültige HU (Prüfbericht oder Zulassungsbescheinigung (Teil 1))
  4. Personalausweis oder Reisepass (mit Meldebescheinigung)

Wird das Fahrzeug durch jemand anderen Zugelassen, wird auch noch eine Vollmacht benötigt. Hierzu muss sich auch der Bevollmächtigte ausweisen müssen.
Empfehlung: Rufen Sie die für Sie zuständige Zulassungsstelle vorher an und fragen Sie, was an Unterlagen benötigt wird.
Je nach Verwaltungsbezirk werden andere Unterlagen benötigt.